Gewährleistung | Für einen Händler kann ein Gewährleistungsfall (Sachmängel gewährleistung im Kaufrecht) recht teuer werden, wenn eine Ware die einen Defekt aufweist, verbaut wurde.   Der Händler schuldet nach neuster Ansicht des EuGH die Kosten für den Ausbau der „alten“, „defekten“ Ware (und Wiedereinbau der neuen Sache) und übernimmt damit eigentlich ein fast „unkalkulierbares“ Risiko.   Zwar hat der EuGH in solchen Fällen einen „Notausgang“ vorgesehen, denn der Händler soll diese Kostenübernahme ablehnen können, wenn sie „ein angemessenes Maß übersteigen“.   Doch wo genau die Grenze dieser neuen „Angemessenheit“ zu suchen ist, müssen nun erst wieder die Instanzgerichte in Deutschland herausarbeiten.   Hersteller von zu verbauender Fertigware, wie Wassertanks, Gartenhäusern und Einbaugegenständen überprüfen daher akribisch die zum Kunden auszuliefernden Waren oder biete gleich eigenen Einbauservice mit an, damit eine Qualitätsüberprüfung vor Ort beim Kunden gewährleistet ist.   Es kommt sehr stark auf die Ware, das verbaute Produkt an. Alles Einzelfallentscheidungen.   Hier besteht wieder viel juristischer Zündstoff für die Zukunft. Ein Teil wird nur mit Hilfe von Sachverständigen zu klären sein.

 

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