Das Verwaltungsgericht Gießen hat entschied, dass ein Notebook nicht pfändbar ist.
Als persönlicher Gebrauchsgegenstand oder Sachen die dem Haushalt dienen, dürfen er nicht der Pfändung unterworfen werden.
Die Konsequenz: Sind solche Geräte – hier im Wege eines Verwaltungsverfahrens, z.B. wg Steuerschulden – gepfändet worden, müssen Sie zurückgegeben werden und werden wohl in Zukunft nicht mehr Gegenstand einer verwaltungsrechtlichen Pfändung.

VG Gießen, Beschluss vom 8.7.2011 – 8 L 2046/11

Gestützt auf die neuere Sichtweise des Bundesverfassungsgerichts (BVerfGE 270, 274 [303]), dass „informationstechnische Systeme allgegenwärtig und für die Lebensführung vieler Bürger von zentraler Bedeutung seien“ und die Sichtweise des Oberlandesgerichts in München, wonach die „ständige Verfügbarkeit eines Computers im Privathaushalt mittlerweile zum notwendigen Lebensbedarf gehöre“ (OLG München in BayVBl 2010, 546 [547]), schloss sich das VG in Gießen dieser Sichtweise an.

Quelle: Neue Juristische Wochenschrift, NJW, Ausgabe 43, 2011, Seite 3179

[Anmerkung:]
Anders könnte der Fall natürlich liegen sollten mehrere Computer im Haushalt verfügbar sein, bspw. ein „Desktop-PC“ mit Internet-Anschluss und ein Laptop/Notebook oder ggf. ein moderner Tablet-PC. Dann könnten die „Luxusgegenstände“ gepfändet werden, solange ein funktionsfähiger und „internetfähiger“ Computer in dem Haushalt des Schuldners zurückbleibt.
Wohnen mehrere Personen im Haushalt ist sicherlich auf den Einzelfall abzustellen, wer seinen Computer beruflich oder schulisch benutzen muss sollte sich auf Unpfändbarkeit berufen können.