Das Landesarbeitsgericht Hamm (Urteil vom 21.02.2008, AZ: 8 Sa 1896/07) entschied in einem Fall, in dem ein Arbeitgeber um die Urheberschaft eines Beschwerdeschreibens zu ermitteln, ein Schriftsachverständigengutachten einholte. Der Urheber des Beschwerdebriefes, ein Arbeitnehmer, sah hierdurch sein Persönlichkeitsrecht verletzt und forderte Schmerzensgeld. Das Gericht stellte jedoch nicht den erhofften Schmerzensgeldanspruch fest. zur begründung gaben die Richter an, der Arbeitnehmer sei gerade nicht in seinem Persönlichkeitsrecht verletzt worden. Einer Einwilligung bedurfte es nicht, weil allein die Urheberschaft durch das Gutachten ermittelt werden sollte und nicht, wie bei grafologischen Gutachten, Rückschlüsse auf die Persönlichkeit des Arbeitnehmers gezogen werden sollten. Wie so oft ist also auch im Fall eines anonymen Beschwerdebriefes  der Computerausdruck jeder noch so eleganten Handschrift vorzuziehen.