Arbeitsrecht | Mobbing am Arbeitsplatz

Arbeitnehmer, die durch Kollegen oder Vorgesetzte gemobbt werden, können unter Umständen ihren Arbeitgeber auf Schadensersatz und Schmerzensgeld in Haftung nehmen. Mobbing ist einer Verletzung der arbeitsvertraglichen Pflichten gleich zu setzen. In dem Verhältnis Arbeitnehmer zu Arbeitgeber kann der mobbende Arbeitnehmer als Erfüllungsgehilfen des Arbeitgeber anzusehen sein. So entschied das Bundesarbeitsgerichts in seiner Entscheidung AZ: 8 AZR 593/06. In der Folge kann das schuldhafte Fehlverhalten des mobbenden Arbeitnehmer dem Arbeitgeber – wie eigenes – zugerechnet werden. Diese Entscheidung ist bereits im Vorfeld einer gerichtlichen Auseinandersetzung bedeutsam. Mobbt ein Arbeitnehmer einen anderen Arbeitnehmern, so kann der Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, das Mobbing zu unterbinden bzw. geeignete Maßnahmen zu ergreifen, wie etwa eine Abmahnung, um bei dauerhaften Verstößen ggf. eine verhaltensbedingte Kündigung gegen den mobbenden Arbeitnehmer aussprechen zu können. Auch Vorgesetzte sind hiervon betroffen. Arbeitnehmer, die Opfer von Mobbing werden, sollten sich frühzeitig an einen versierten Anwalt wenden und sich Unterstützung sichern.