In einer Kündigungsschutzklage, anhängig am Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz in Mainz (Az.: 9 Sa 662/07), hatten die Richter über eine Kündigung zu entscheiden. Auslöser der durch den Arbeitgeber gegen einen Mitarbeiter ausgesprochenen Kündigung war der Umstand, dass der Arbeitnehmer mehrere hundert Euro aus der „Kaffeekasse“ entwendet hatte. Entgegen der Rechtsauffassung der Richter der 1. Instanz sahen die Richter des Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz, auch in Ansehung der wirtschaftlichen und sozialen Zwangslage des Mitarbeiters, in der Entwendung des Geldes einen so schweren Pflichtverstoß, dass eine Kündigung, auch ohne vorherige Abmahnung, gerechtfertigt war.

Schreibe einen Kommentar