Neuer Hauseigentümer? An wen ist wann zu bezahlen ?

Als Mieter steht man manchmal vor der Frage, an wen die Miete nun zu bezahlen ist, wenn eine Mietimmobilie bzw. ein Wohnhaus verkauft oder zwangsversteigert wurde.

Zunächst muss der neue Eigentümer seine Berechtigung nachweisen.

Dies tut er durch Vorlag des Grundbuchauszuges.

Vorsicht: Bis zur Eintragung ins Grundbuch können gut 3 Monate vergehen!

Im Falle des Todes eines Hauseigentümers wird der Erbschein vorgelegt werden.

Ist ein Gebäude versteigert worden, wird der neue Eigentümer den sog. „Zuschlagsbeschluss“ des Gerichtes vorlegen, bei dem der Zwangsversteigerungstermin stattgefunden hat.

Wer als Mieter in der Zwischenzeit unsicher ist, kann auch selbst die Grundbucheinsicht verlangen. Fragen Sie am besten hierzu beim Grundbuchamt des zuständigen Amtsgerichts an.

Solange diese erwähnten Unterlagen Ihnen nicht vorgelegt werden, bzw. Sie keine Grundbucheinsicht genommen haben, sollte die Miete nicht voreilig an irgendjemanden außer den alten Eigentümer bzw. dessen Kontoverbindung bezahlt werden.

Außnahmen können bestehen, wenn sich Ihnen alter und neuer Eigentümer vorstellen und ausdrücklich mit Ihnen einigen.

Der neue Eigentümer tritt mit dem Kauf des Gebäudes in die Pflichten des alten Eigentümers ein. Der alte Mietvertrag bleibt gültig bestehen und sollte gut aufgehoben werden! Ein Anspruch auf einen neuen Mietvertrag hat der neue Eigentümer nicht!

Achten Sie bei einem Eigentümerwechsel auch darauf, was mit Ihrer „alten“ Mietkaution passiert, damit es später keine bösen Überraschungen gibt.

Schreibe einen Kommentar