Bei einem Schiffsfonds handelt es sich um ein Unternehmen, das, regelmäßig in der Rechtsform einer GmbH & Co. KG, Anlegern die Möglichkeit eröffnet, als stille Gesellschafter an einem geschlossenen Fonds, an dem Unternehmenserfolg, aber auch an den Misserfolg, teilzuhaben.

Schiffsfonds werden regelmäßig über Vermittler, oder Banken, auch Sparkassen und Volksbanken, vertrieben.   Das angelegte Geld wird, soweit es zur freien Verfügung bereit steht, in den Kauf eines oder mehrere Schiffe investiert. Dieses wird dann von der Fondsgesellschaft an eine Reederei vermietet, die das Schiff unterhält und den vereinbarten Anteil an den Chartereinnahmen oder eine feste Charter (Mieter) an das Fondsunternehmen zahlt.   Schiffsfonds unterliegen spezifischen Risiken.   Ablieferungsrisiko     Abhängig davon, ob es sich um einen sogenannten Dachfonds, der sich an einzelnen Schiffsfonds (Zielfonds) beteiligt handelt oder um einen einzelnen Schiffsfonds, kann zur Zeichnung noch nicht einmal bekannt sein, an welchen Zielfonds sich der Dachfonds beteiligen würde, bzw. an welchem Schiff sich der Fonds beteiligt und ob dieses bereits oder rechtzeitig fertig gestellt ist oder wird. Wir bereits schon mal ein Haus gebaut hat, weist das der Fertigstellungstermin kein Fixtermin ist, und die wenigsten Häuser vor dem geplanten Termin fertig werden.   Charterausfälle   Es besteht die Möglichkeit, dass Charterraten von dem Erstcharterer nicht vertragsgemäß bezahlt werden oder die Chartervereinbarung vorzeitig gekündigt wird. Zudem besteht das Risiko dass der Erstcharterter bezüglich der Bonität ausfällt und/ oder wegen Havarien Schiffe über längere Zeit nicht einsatzfähig sind.     Währungsrisiko     Der Anlageerfolg von Schiffsfonds, die regelmäßig in US$ valutieren, ist im Wesentlichen von dem Verhältnis USDollarkurs zu Eurokurs abhängig. Bei einem fallenden USDollarkurs verschlechtert sich das Ergebnis des Fonds.     Kalkulationsrisiko   Bereits durch fehlerhafte Annahmen bei der Kalkulation der Betriebskosten oder einer ungünstigen Entwicklung der Betriebskosten können die Einnahmen des Fonds schnell nicht mehr kostendeckend sein. Zusätzlich kann es durch Zinsveränderungen zu hören Finanzierungskosten kommen, die bei einer hohen Fremdfinanzierungsquote enorme Auswirkungen haben können.   Große Emmissionshäuser von Schiffsfonds sind Lloydfonds, Hannoversche Leasing, MPC Kapital, HCI Kapital, Dr. Peters, König & Cie (Aufzählung nicht abschließend).

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