TextilkennzeichnungsVO

Online-Händler die Textilprodukte, sprich Bekleidung anbieten müssen die Textilkennzeichnungspflicht beachten.

Es gilt seit dem 07.11.2011 die neue „Textilkennzeichnungsverordnung“ (In-Kraft-treten), die sich eindrucksvoll mit vollem Namen so nennt:

„VERORDNUNG (EU) Nr. 1007/2011 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 27. September 2011 über die Bezeichnungen von Textilfasern und die damit zusammenhängende Etikettierung und Kennzeichnung der Faserzusammensetzung von Textilerzeugnissen und zur Aufhebung der Richtlinie 73/44/EWG des Rates und der Richtlinien 96/73/EG und 2008/121/EG des Europäischen Parlaments und des Rates“

Bis zum 08. Mai 2012 durften noch Produkte angeboten werden, die nach der den vorherigen Regeln eingeführt und gekennzeichnet waren. Allerdings gelten schon jetzt die (neuen) Darstellungs- und Kennzeichnungspflichten im Netz.

Händler sind verpflichtet über die Zusammensetzung und Gewebe und Stoff zu informieren.

So wollte es bereits das früher geltenden Textilkennzeichnungsgesetzt.

Nun gilt die neue Regelung nicht nur für Kleidung die der Kunde auf dem Körper trägt, sonder auch für Bespannungen von Möbeln, Kissen, Schirmen etc, Martatzen, Campingware oder einige Teppiche, sprich Bodenbeläge.

Eine fehlende Erklärung über die „Inhalts- und Rohstoffe“ führt schnell zu einer kostenträchtigen Abmahnung – denn Fehler in der Erklärung oder ein Fehlen der gesamten Angabe wird von den deutschen Gerichten häufig als „wettbewerbswidrig“ angesehen und nicht bloß als Bagatelle zumal wenn diese Verstöße sich im Onlineangebot häufen.

In einem solchen Falle muss der Händler häufig eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abgeben.

Gerade Händler die ihre Onlineshops mit Ware aus Regionen außerhalb der EU auffüllen, sollten penibel darauf achten, dass der Hersteller oder Zwischenhändler die Rohstoffinformationen vorhält und die Ware (Etiketten) richtig etikettiert ist und den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

So müssen beispielsweise alle enthaltenen Faserzusammensetzungen und Angaben entsprechend ihrem Gewicht und Anteil in absteigender Reihenfolge angegeben werden, so dass die Summe der Anteile auch wieder 100 % des Gewebestoffes entspricht.

Die korrekten Textilfaserangaben finden sich nun im „Anhang I“ aufgelistet.

Ausnahmen von den Pflichtangaben sind im „Anhang V“ der Vorschrift geregelt.

Dadurch können auch Privatanbieter aufatmen, sofern sie Ihre Ware ausdrücklich als gebraucht deklarieren.

(siehe im ANHANG V, Ziffern 13. „Gebrauchte, konfektionierte Textilerzeugnisse, sofern sie ausdrücklich als solche bezeichnet sind“)

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