Man kann bei manch Elektroversand heute Spitzen-Überwachungstechnik kaufen, zum Preis eines Taschengeldes. HD fähige Kameras, IP-fähig, netzwerk-geeignet, und sich damit einen erheblichen Nachbarschaftlichen Ärger einholen.   Im Gegensatz zu durch z.B. das Bundesdatenschutzgesetz  ( § 6 b I BDSG) privilegierte Räume, in Banken, Schalterhallen oder im Kaufhaus, bedarf es zur Überwachung des eigene Eigentums immer einer Abwägung der eigenen Rechte (Eigentum) und der Rechte Dritter (z.B. Recht am eigenen Bild, Persönlichkeitsrecht). Dies ist jedenfalls der Fall, wenn man sein Eigentum nicht nur „von innen filmen und überwachen“ möchte. Sobald man Dritte, Mitmieter, Miteigentümer oder Besucher sehen kann, werden nach der aktuellen Rechtsprechung in Deutschland wohl die Waagschalen häufig zugunsten des Persönlichkeitsrechts ausschlagen, mit der Folge, das das teure Equipment gleich wieder abgebaut werden darf, zur Not bei Androhung von Geldstrafen.   In Mietshäusern ist kaum denkbar, dass alle möglichen Betroffenen, Mieter, Eigentümer, Hausmeister, Putzkräfte und Verwaltung zustimmen.   Häufig erlaubt ist daher nur die Klingelanlage, bei der für kurze Zeit nach dem Klingeln nur an den Betroffenen ein Bild vom Eingang übermittelt wird („Wer steht vor der Tür?“), wobei keine Aufzeichnung stattfindet und der Vorgang nur wenige Sekunden dauert.   [Tipp:] Einen der lesenswertesten jur. Artikel hierzu hat zuletzt Richter am KG Dr. Oliver Elzer verfasst, in der NJW (Neue Juristische Wochenschrift)  Ausgabe 49 / 2013, Seite 3537 ff.

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