Stirbt der Mieter (eines Gewerbeobjekts) können sowohl Erben als der Vermieter das Mietverhältnis kündigen. Sie haben dafür einen Monat Zeit, nachdem sie vom Tod des Mieters Kenntnis erlangt haben und um ihre Erbenstellung wissen. Der Vermieter muss auch erst die Erben kennen. Hierdurch kann sich der Fristbeginn verschieben.!

Diese außerordentliche Kündigung muss aber die gesetzliche Frist des § 580a BGB beachten.

Dieser Umstand kann außerdem durch einen Mietaufhebungsvertrag oder eine gesonderte individuelle (am Besten schriftliche) Vereinbarung geregelt werden.

Übrigens: Bei Tod des Vermieters besteht kein Sonderkündigungsrecht.

Das Verhältnis geht einfach auf die Erben übrig. Auch gilt das oben gesagte nicht, wenn nur einer von mehreren Mietern stirbt.

Erben gar mehrere Personen auf Seiten des Mieters, so kann auch die Stimmenmehrheit der Erben im Namen der Erbengemeinschaft das Mietverhältnis kündigen.

 

Vorheriger Beitrag zum Thema „Tod des Mieters“

Die Rechtsanwälte Dominic Döring und Jörg Reich beraten im Bereich Mietrecht und Wirtschaftsrecht in Gießen und Mittelhessen.

Schreibe einen Kommentar