Ein sog. „Cold-Call“, ein plötzlicher Anruf überrascht einen Firmeninhaber.

Mittels einer scheinbar erdachten und erfundenen Legende, eine gehostete Homepage würde nun „verbessert“ , z.B. in ihrer Auffindbarkeit, versuchen Mitarbeiter der Firma Teledeal Media, Inhaber Nizam Toru aus Emmerich am Niederrhein an einen neuen Auftrag zu gelangen.
Es geht tatsächlich um einen Eintrag in eine Art Branchenbuch / Branchenverzeichnis „Städte-check.de“. Die Firma arbeitet gerade nicht mit den Webseitenbetreibern, Programmierern oder Hostern zusammenzuarbeiten, auch wenn im Telefonat zum Schein abgefragt wird, was die Kunden bisher für ihre Betreuung bezahlen würden.
Es wird scheinbar wahlweise behauptet, ein kostenloser Eintrag sei bereits vorhanden, weil aber nicht gekündigt worden sei, müsse nun bezahlt werden. Der Gewerbetreibende wird ggf. in ein weiteres Gespräch, nur Minuten später verwickelt, für das er bitte in der Nähe seines Telefons bleiben möge. Hierbei findet dann ein sog. „Datenabgleich“ mit den bereits eingetragenen Firmendaten statt. Teils wird dieses Ansinnen wohl als eine Art „Kundenzufriendenheitsgespräch“ getarnt.

Bei diesem zweiten Telefonat werden tatsächlich Firmendaten abgefragt, die häufig mit einem „ja“ beantwortet werden.

So wird uns das Vorgehen sinngemäß geschildert. Dabei erkundigen sich die Mitarbeiter nur unzureichend, ob der Gesprächspartner gegenüber überhaupt Geschäftsinhaber ist, oder hinreichend deutsch spricht.

Wenige Tage später flattert eine erhebliche Rechnung von einigen hundert Euro ins Haus für einen Business-Eintrag mit angeblichen Marketing-Leistungen, die aber nicht genauer beschrieben sind.

Betroffene fühlen sich getäuscht.

In den angeblich dann vorliegenden AGB ist noch eine weitere Falle eingebaut, der Vertrag soll sich angeblich um jeweils weitere 12 Monate zu einem Standardpreis verlängern, falls nicht 12 Wochen vor Ablauf des Vertrages schriftlich gekündigt wird.

Da ein Widerrufsrecht für Unternehmer, also die angerufenen Selbstständigen und Gewerbetreibende ausscheidet, sollte über eine Anfechtung wegen arglistiger Täuschung, einer Kündigung aus wichtigem Grund, sowie einer ordentlichen Kündigung des Vertrags nachgedacht werden.

Betroffene könnten außerdem weitere Anrufe, ähnlicher Anbieter erhalten, wie im Internet berichtet wird.