Wer, anders als von außen, beispielsweise vom Bürgersteig aus ein Gebäude fotografiert (Panorama-Freiheit), sich nach „Innen“ begibt, hat für Sachfotos grundsätzlich den Hausherrn zu fragen, gerade auch dann wenn er die Aufnahmen später (auch online) veröffentlichen will. In Fachkreisen wird das auch „Property-Release-Vertrag“ genannt.

Zu nicht mehr öffentlichen Grund zählen dabei z.B.

  • Museen,
  • Fussballstadien(!),
  • Sportplätze,
  • Bahnhöfe,
  • Einkaufspassagen,
  • ein Zoo und
  • eine Schule oder Universität.

Wir erinnern uns daran in wievielen Kirchen oder Tropfsteinhöhlen eine Fotografierverbot herrscht(e), warum? Weil es der Eigentümer so will. Das sich im Zeitalter der Smartphones daran nicht jeder hält, bleibt in dieser knappen Darstellung mal außen vor.

Will jemand im Inneren einer Klinik oder eines Museums filmen muss er den „passenden“ Hausherren erst mal finden, denn zwar können bereits Fachkräfte, also Chefärzte oder Stationsschwestern oder ein Ausstellungsleiter hier insoweit das Hausrecht haben, als das sie für Ordnung sorgen dürfen, liegt das „mediale Hausrecht“, wohl eher bei der Klinik- oder Museumsleitung, vielleicht sogar bei der Betreibergesellschaft. Das sollte beachtet werden.

Die Frage: „Dürfen wir drinnen filmen?“ ist also auch der richtigen Person zu stellen, damit das Recht auch wirklich eingeräumt werden kann – schriftlich versteht sich von selbst (Beweiszweck!).

 

Wird wegen der „modernen“ Architektur eines Gebäudes fotografiert oder gefilmt ist auch der Architekt als Urheber mit einzubeziehen.

Hiervon unberührt sind auch rechtliche Fragestellungen bei „Aufführungen“ im Inneren eines Gebäudes. Hier sind dann gesondert die Leistungsschutzrechte der Darsteller und die Rechte des Veranstalters zu berücksichtigen.