Will ein Vermieter die Miete erhöhen, muss er zwei Grenzen kennen: die ortsübliche Vergleichsmiete und die Kappungsgrenze.

Bei Überschreitung dieser Grenzen muss der Mieter der Erhöhung nicht zustimmen.

Der Vermieter darf die Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 20 Prozent erhöhen, auch wenn die ortsübliche Vergleichsmiete noch gar nicht erreicht ist. Das ist die gesetzlich vorgeschriebene Kappungsgrenze.

In fast 400 Städten und Gemeinden darf der Vermieter die Miete sogar nur um 15 Prozent innerhalb von drei Jahren erhöhen.

Die Bundesländer können durch eine Verordnung die Kappungsgrenze auf 15 Prozent absenken, sofern die Gefahr besteht, dass es nicht mehr genug Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen gibt (§ 558 Abs. 3 BGB).

Davon haben die meisten Bundesländer inzwischen Gebrauch gemacht, so auch Hessen:

https://www.iv-mieterschutz.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Bundestag_Bundesrat_Gesetze/GVBl-2014_226.pdf

Die niedrigeren Kappungsgrenzen gelten für alle Mieterhöhungen, die dem Mieter ab Inkrafttreten der jeweiligen Verordnung zugegangen sind.