Quarantäne?

Bei Verdacht einer Covid-19-Infektion wird eine 14 Tage andauernde Quarantäne angeordnet. Wer in Quarantäne muss, hat gem. § 56 Abs. 1 S. 2 IFSG einen Anspruch auf Entschädigung des Verdienstausfalles.

Wie hoch ist der Entschädigungs­an­spruch?

In den ersten sechs Wochen wird in Höhe des Verdienstausfalls Entschädigung gewährt. Ab der siebten Woche wird in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 SGB V Entschädigung gewährt, begrenzt auf den Fall, dass der Verdienstausfall die für die gesetzliche Kranken­ver­si­che­rungs­pflicht maßgebende Jahres­ar­beits­ent­gelt­grenze nicht übersteigt (§ 56 Abs. 2 S. 2, 3 IFSG).

Entschädigt wird das Netto-Arbeitsentgelt (§ 14 SGB IV).  

Wer Zahlt an wen?

An Arbeitnehmer zahlt das Unternehmen in den ersten sechs Wochen die Entschädigung aus. Das Unternehmen wiederum hat gegenüber dem Land einen Anspruch gem. § 56 Abs. 5 S. 2, 3 IFSG auf Erstattung. 

Selbständige müssen entsprechend ihr erstattbares Einkommen berechnen (Steuerberater) und den Anspruch gegenüber der Behörde geltend machen. Bei einer Existenzgefährdung können auf Antrag auch Mehraufwendungen erstattet werden, etwa die Erstattung weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben.

Frist beachten!

Entschädigungsansprüche sind binnen einer Frist von drei Monaten nach Beendigung der Absonderung bei den zuständigen Landesbehörden zu stellen. Zuständig sind regelmäßig die Gesundheitsbehörden. Auf den jeweiligen Landesportalen finden sich entsprechende Informationen und Antragsformulare.

Für Hessen https://service.hessen.de/html/Infektionsschutz-Entschaedigung-bei-Taetigkeitsverbot-7023.htm