Es muss nicht erst eine Reisewarnung vom Auswertigen Amt vorliegen, entschied kürzlich das Amtsgericht Frankfurt am Main (AG) (Urt. v. 11.8.2020, Az. 32 C 2136/20 (18)). Die Reise sollte nach Italien in die Nähe von Neapel führen und wurde wegen der starken Auswirkungen auf Italien vom Reisegast storniert. Dieser forderte auch anteilige Stornokosten zurück. Zurecht wie das AG Frankfurt am Main feststellt.

Was die außergewöhnlichen Umstände in der Coronazeit Anfang März 2020 angehe, seien keine allzu strengen Anforderungen an die Darlegung des Reisenden zu stellen. Daher habe eine gewisse Wahrscheinlichkeit für eine gesundheitsgefährdende Ausbreitung des Virus ausgereicht und diese bestand Anfang März bereits für ganz Italien. Daher, so entschied das AG, müsse der Reiseveranstalter den vollen Preis erstatten.

Die Entscheidung ist rechtskräftig.