Die Fallzahlen steigen. Frankreich hat bereits reagiert und eine generelle Maskenpflicht in Unternehmen durch entsprechende Vorschriften erlassen.

In Deutschland wird heftig diskutiert.

Einige Betriebe nehmen den Schutz ihrer Mitarbeiter und Kunden bereits sehr ernst.

Immer dann, wenn bei der Tätigkeitsausübung der Sicherheitsabstand von 1,5 m zwischen Mitarbeiter und anderen Personal oder Kunden nicht eingehalten werden kann, ist der Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz anzuordnen.

Man kennt dies bereits aus dem Einzelhandel beim Einkauf. Aber auch im Büros, zum Beispiel bei Beratungsleistungen die direkt an Kunden erbracht werden oder in Großraumbüros, ist Maske Pflicht.

Mitarbeiter, die in Einzelbüros arbeiten, können, solange sie sich alleine in ihrem Büro aufhalten, durch den Arbeitgeber wohl eher nicht zu einer Maskentragungspflicht gezwungen werden.

Anderes gilt sobald sie das Einzelbüro verlassen und sich im Betrieb in Bereichen aufhalten, die auch andere Mitarbeiter nutzen. Beispiel ist der Gang zur Toilette oder in die Kaffeeküche. Hier besteht, wie generell, eine potentielle Gefährdungslage.

Grundsätzlich ist eine Maskenpflicht überall dort, wo Arbeitnehmer regelmäßig auf andere Personen treffen können, nicht nur sinnvoll und notwendig, sondern unter Arbeitsschutzgesichtspunkten zwingend erforderlich.

Doch was ist, wenn sich ein Mitarbeiter an die Maskentragepflicht nicht hält.

Hier ist zu unterscheiden, ob der Mitarbeiter versehentlich die Masken nicht trägt, oder ob es sich um einen überzeugten Corona-Verweigerer handelt, der prinzipiell und wiederholt gegen die Maskentragungspflicht verstößt.

Im letzteren Fall sollte gleichwohl zunächst eine Abmahnung erfolgen.

Erklärt ein Mitarbeiter ernsthaft und kategorisch keine Maske tragen zu wollen, weil er dies für überzogen und Corona grundsätzlich für überbewertet hält, stellt dies möglicherweise ein Grund für eine wirksame fristlose Kündigung dar. Ein solcher Arbeitnehmer gefährdet vorsätzlich die Gesundheit von Betriebsangehörigen und Kunden, was zu einem zerrütteten Vertrauensverhältnis im Arbeitsverhältnis führt.

Somit ist nicht nur aus gesundheitlichen Gründen das Tragen der Maske am Arbeitsplatz, wenn auch unbequem, sinnvoll und notwendig. Daneben besteht, in den allermeisten Fällen, eine betriebliche Pflicht zum Tragen der Maske, bei deren Nichtbeachtung arbeitsrechtliche Konsequenzen bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes drohen.