Typisches Problem beim Leasing:

Die Zahlung einer Leasingrate darf erst eingestellt werden, wenn vorher wegen der Mängel geklagt wurde. Wichtig ist der richtige Ansprechpartner bzw. Anspruchsgegner!

Betroffen sind hier häufig mittelständische und kleinerer Unternehmen, mit folgenden Gegenständen:

  • CAD Systeme
  • Bürocomputer und Netzwerke
  • Firmen Server
  • Kassensysteme
  • Werkzeuge, Hebebühnen, Baumaschinen (z.B. Gabelstapler)
  • Technische Büroeinrichtungen, Laborgeräte,
  • Produktionsmaschinen
  • Aber auch Zahnarztstühle, med. Untersuchungsgeräte, Diagnostik, und Ingenieurbedarf

Häufig sind Fälle zu verzeichnen, in denen mittelständische und selbstständige Leasingnehmer, also bei Mangelhaftigkeit oder technischen Problemen die miet-ähnlichen Ratenzahlungen einstellen. Soll sich doch der Leasinggeber um die Probleme kümmern, Geld werde vorerst keines mehr bezahlt – in der Annahme und Hoffnung – ein Qualitäts- oder Mangelproblem würde sich beschleunigt regeln (lassen).

Der Betroffene hat aber in der Regel erst das Recht die Zahlung der Leasingrate einzustellen, wenn er den Lieferanten des Gegenstandes auf Rückabwicklung verklagt hat oder eben bei diesem seine Gewährleistungsrechte gerichtlich durchgesetzt hat.

Bis zum positiven Prozessausgang muss er seine Raten uneingeschränkt weiterzahlen. Teils darf vorerst eine Zahlung eingestellt werden.

Vielen Betroffenen ist das leasingtypische Dreiecksverhältnis zwischen dem „(Geld-)Geber“, dem Lieferanten/Hersteller einer Sache und ihnen, als „Nehmer“ oft nicht im Detail bekannt.

Stellt der Leasingnehmer, vielleicht als „Druckmittel“ seine regelmäßige Zahlung ein, kann er auch sehr spät auf die ausstehende Ratenzahlung verklagt werden. Mit seinen Gegenansprüchen kommt er ggf. zu spät, wenn Sachmängelgewährleistungsrechte entweder verjährt sind, oder aber er den falschen Ansprechpartner gewählt hat.

Der Zahlungsanspruch des Leasinggebers verjährt regelmäßig erst nach den Gewährleistungsansprüchen des Leasingnehmers.

Im leasingtypischen Dreiecksverhältnis sind fast immer Risiko und Obliegenheit, Sachmängel geltend zu machen (Defekte am Gerät) dem Leasingnehmer aufgebürdet, sprich er hat per Leasingvertrag alle Rechte sich wegen Mangelhaftigkeit an den Hersteller oder Lieferanten zu wenden, übertragen bekommen.

Das ist häufig auch interessengerecht. Der Leasinggeber hat als „Geldgeber“ im Dreiecksverhältnis oft kein eigenes Beurteilungsvermögen (sprich keine Ahnung von dem geleasten Gerät/Gegenstand).
Er kennt den technischen Leasinggegenstand nicht und kann Fehler, Defekte und Mängel nicht beurteilen. Seine Hauptaufgabe ist die Finanzierung.

Der Leasingnehmer muss sich also mit dem Mangel auseinandersetzen, sein Ansprechpartner ist der Lieferant der Sache.

Sie haben Fragen zu Ihren Gewährleistungsrechten am Vertragsgegenstand oder Ihrem Leasingvertrag? Wir helfen Ihnen gerne weiter. Sprechen Sie uns unverbindlich per Email an, oder rufen Sie kurz an.