Vermieter muss seinen Mieter nicht vorzeitig ziehen lassen.

Vermieter verrechnet Kaution mit zwei noch ausstehenden Mieten.

Für eine Zeit lang die Miete für zwei Wohnungen zu zahlen kann ärgerlich sein, aber manchmal passiert es eben halt. Ein Vermieter muss seinen Mieter nämlich nicht vorzeitig aus dem Mietvertrag lassen. Die Kündigungfrist beträgt für den kündigenden Mieter üblicherweise drei Monate. Er kann dann seinen Vermieter zwar fragen, ob dieser den Vertrag vorzeitig aufköst, z.B. mit dem Argument, dass sich gleich Nachmieter finden lassen. Ein Anspruch besteht jedoch nicht, meinte aktuell auch das Landgericht Berlin (Az.: 67 S 39/16). Eine einfache Nachmieterbenennung reicht nicht aus. Solange der Vertrag läuft, muss die Miete weitergezahlt werden.

Vermieter verrechnet Kaution

Der Mieter hatte gekündigt, und wollte vor Ablauf der Dreimonatsfrist den Vertrag aufgelöst wissen. Der Vermieter akzeptierte diesen Wunsch nicht. Der Mieter stellte weitere Mietzahlungen einfach ein. Der Vermieter wiederum verrechnet daraufhin die noch ausstehende Kaution mit noch zwei ausstehenden Mieten.

Dagegen hatte der Mieter geklagt und verloren. Der Anspruch können gegengerechnet werden, der Vermieter sei nicht verpflichtet gewesen, den Mieter vorzeitig aus seinem Mietverhältnis zu entlassen.